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Kälterichtlinie – neue Anforderungen an das Energiemonitoring

Das Bundesumweltministerium fördert Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist in diesem Zusammenhang für die Bearbeitung der Förderanträge sowie die Auszahlung der Zuschüsse zuständig. Laut BAFA wird das im Rahmen der Förderung nötige Monitoring ab 2016 mit zusätzlichen Anforderungen versehen.

Zukünftig muss das Monitoring der Kälte- und Klimaanlagen so ausgestaltet sein, dass dem BAFA jederzeit ein direkter Zugriff auf die gemessenen bzw. ermittelten Daten möglich ist. Das einmalige jährliche Übermitteln der Daten reicht zukünftig nicht mehr aus!

Das BAFA wird diese Änderung sukzessive umsetzen. Es wird vom BAFA dringend empfohlen, die Klima- oder Kälteanlage bereits heute mit einer Einrichtung auszustatten, die einen externen Zugriff zulässt!

Die Betreiber von Kälte- und Klimaanlagen werden kurzfristig eine geeignete Lösung benötigen, die den externen Zugriff auf die Energieverbrauchsdaten durch das BAFA ermöglicht. Geräte- und Anlagenherstellern bietet sich die Möglichkeit, vorkonfigurierte Lösungen für Ihre Kunden anzubieten. So ist es beispielsweise möglich, die bei den Betreibern installierte Messtechnik zur Ermittlung von Energieverbräuchen an ein Hersteller-Portal zu übermitteln und dem BAFA über das Portal einen geschützten externen Zugriff auf die relevanten Daten zu ermöglichen.

Für eine individuelle Ausgestaltung können Sie jederzeit gerne mit uns in Kontakt treten, Ihr persönlicher Ansprechpartner ist:

Herr Knud Clausen
Tel. +49 (0)89 894 571 70 - 226
E-mail: knud.clausen@econ-solutions.de

Energieaudit nach DIN EN 16247-1

Mit dem Energiedienstleistungs-Gesetz (EDL-G) steht nun die Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie. Ab 2015 sind alle großen Unternehmen (so genannte Nicht-KMU) verpflichtet, ein Energieaudit nach der europaweit gültigen Norm DIN EN 16247-1 durchzuführen. Die Wiederholung des Energieaudits muss ab 2015 im Turnus von vier Jahren erfolgen. Im Gegensatz zu Steuererleichterungen, die bislang in der Regel das produzierende Gewerbe betroffen hatten, sind von dieser Anforderung alle Branchen und Unternehmen in der entsprechenden Größenklasse betroffen.

Die zentrale Zielsetzung des Energieaudits ist die Identifikation von Einsparpotentialen. Diese werden auf Basis einer Bestandsaufnahme, der Messung von ausgewählten Betrachtungsobjekten (z.B. Anlagen der Querschnittstechnologien wie Lüftungs-, Kälte- oder Druckluftanlagen) sowie einem sogenannten Außeneinsatz ausgemacht. Das Ergebnis des Energieaudits mündet in einen Auditbericht, dessen Format und Aufbau von der Norm vorgegeben ist. Weitere Informationen sind auf den Seiten des BAFA (Bundesamt für Ausfuhrkontrolle) zu finden, dass federführend die Umsetzung der Regelungen beaufsichtigt und die Rahmenbedingungen setzt. Ein Energieaudit im Rahmen des EDL-G empfiehlt sich immer dann, wenn keine weiteren Steuererstattungen möglich sind. Sollte dies der Fall sein, dann bietet sich die Einführung eines Energiemanagementsystems konform zur ISO 50001 an. Als Stichtag für die Durchführung gilt der 05.12.2015.

(Die Informationen mit freundlicher Unterstützung der Arqum GmbH, München)

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Energiemanagementsystem nach ISO 50001

Ein Energiemanagementsystem konform zur ISO 50001 reiht sich in bereits bestehende Managementsysteme für Umwelt oder Qualität ein. Der Kern des Managementsystems ist der kontinuierliche Verbesserungsprozess, der bei einem Energieaudit nach DIN EN 16247-1 hingegen nicht gefordert ist. Für die Einführung eines Energiemanagementsystems haben sich in Deutschland bereits mehr als 7000 Unternehmen entschieden, nicht zuletzt aufgrund der damit verbundenen Steuervergünstigungen im Bereich der Energie- und Stromsteuer sowie der EEG-Umlagenbefreiung. Der Nachweis des gültigen Zertifikats berechtigt in diesen Fällen zur Rückerstattung.

Es ist fallweise zu entscheiden, ob im Rahmen des Energiedienstleistungs-Gesetz die Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 für ein Unternehmen ratsam ist. Die Anzahl der Standorte wie auch bereits bestehende Managementsystems sind Anhaltspunkte für die Entscheidung. Nicht zuletzt werden durch den kontinuierlichen Verbesserungsprozess regelmäßig Maßnahmen generiert, die Energie und Kosten einsparen. Unterstützt durch eine automatisierte Energiedatenerfassung können die Potentiale einerseits belastbar bewertet und andererseits der Effekt von Maßnahmen „schwarz auf weiß“ aufgezeigt werden.

In Verbindung mit der Einführung einer ISO 50001 vor dem Hintergrund des EDL-G muss der Beginn bis zum 05.12.2015 nachweisbar sein, das Zertifikat muss bis spätestens 31.12.2016 vorliegen.

(Die Informationen mit freundlicher Unterstützung der Arqum GmbH, München)

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